Skandal: ehemaliges Landesbad seit 3 Jahren leer

    Erst mit dem Schwertbad zusammengelegt, dann verkauft an den privaten Investor REAQ, leer geräumt statt es weiter für das Schwertbad zu vermieten und seit 2017 warten wir Burtscheider auf die versprochene Nutzung. Die Baugrube dahinter sieht aus wie eine Nachkriegsbaustelle. 

    Die SPD Burtscheid fordert:

    · Nutzung des Landesbad für bezahlbaren Wohnraum und nachhaltige Arbeitsplätze

    · Offenlegung der Zeitachse der Umbaus wegen Abstimmung mit der notwendigen Sanierung des Burtscheider Marktes

    · Öffentliche Nutzung der Baugrube als Grünfläche mit einem Weg zur Benediktinerstr. und

    · Bau bezahlbarer Wohnungen an der Seite des  Schwertbads

    · Erhalt des Thermalbades

    · öffentliche Nutzung der heißen Quellen

    Zum Hintergrund

    Entwicklung der Reha-Einrichtungen

    Seit 1912 is das Landesbad ein zentraler Ort in Burtscheid. Seit 2004  führten die Waldbreitbacher Franziskanerinnen das Landesbad zusammen mit dem Schwertbad. Aus wirtschaftlichen Gründen verkauften sie beides an die Inoges AG, in Besitz des Unternehmers Wolfgang Hoever. Übrig blieb das Schwertbad – heute VIALIFE.  Das Gebäude des Landesbad ging an die REAQ und musste 2017 geräumt werden. Es weiter als Reha-Einrichtung zu nutzen rechnete sich nicht, stattdessen setzt die REAQ auf profitablere Vermietung wie im Neubau in der Altdorfstr.

    2020 kaufte Wolfgang Hoever die Rosenquelle vom Marienhospital, um so ein neues, größeres Reha-Zentrum zu bauen. Dazu wurden mehrere Alternativen geprüft. Die  Baugrube amn der Bendektinerstr. sei ebenso ungeeignet, wie die Gebäude der RWTH in der Jägerstr. Ein Neubau im Klostergelände unter Einbezug des freiwerden Geländes der Grundschule Michaelsberg scheint die beste Lösung ein neues Reha-Zentrum in Burtscheid .

    Es besteht ein erhebliches öffentliches Interesse, Burtscheid als Kurgebiet zu erhalten. Deshalb sind die Beschlüsse des Stadtrates zu den Bebauungsplänen mit städtischen Vorkaufrechten für die Bereiche ein richtige Weichenstellung.  Neben dem wirtschaftlichen Potential des Kurbetriebes geht es auch um den Erhalt von Arbeitsplätzen und dir Weiterentwicklung des Kurparks und der Kurparkterrassen. Die Bürger müssen dabei ein Informations- und Mitspracherecht haben.

    Folgen des Leerstandes des Landesbad:

    Jetziger Eigentümer ist die REAQ, ein bundesweit arbeitendes Aachner Immobilienunternehmen, dem auch  die neuen Luxuswohnungen in der Altdorfstr. gehören. Ursprünglich sollten im Landesbad Wohnungen entstehen, doch jetzt verkommt das Gebäude, genauso wie das Gelände—die Baugrube—zur Benediktinerstr. Dabei gibt es gute Pläne: Als „Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung im Kurviertel“ sahen die Planer 2015 einen freien Durchgang durch das Quartier vor, „sowohl der Park im Blockinneren wie auch das alte Quellhaus für die Öffentlichkeit zugänglich sein“ (Zitat Aachener Zeitung 3.12. 2015). Eine teilweise Bebauung wäre möglich. Was passiert mit dem jetzigen Schwertbad, wenn der Neubau entsteh? Das sollte öffentlich diskutiert und nicht privaten Investoren überlassen werden. 

    Die Stagnation führt dazu, dass das Gebäude außen beschmiert wird, kein schöner Anblick für die einladende Cafés und Restaurants am Burtscheider Markt.

    Die Planung scheint still zustehen. Das hat Folgen: Die Sanierung des Burtscheider Marktes und der Kapellenstr. erfolgt nur noch provisorisch. Das ehemalige Schwimmbad ist dem Verfall preisgegeben. Ein öffentlicher Zugang zu Europas heißester Quelle ist versperrt. Noch schlimmer sieht es hinter dem ehemaligen Landesbad und neben dem Schwertbad aus (siehe Foto S. 1). Die Baugrube verwildert. Das Gelände gibt einen Einblick in die rückwärtigen, teilweise abgerissenen Teile des ehem. Landesbades. Der Durchgang von der Altdorfstr. existiert nicht. Der Spielplatz Benediktinerstr. ist verwahrlost.

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